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Pilzinfektionen

Nach Antibiotika-Behandlungen, bei einer Schwäche des Immunsystems (Aids, Diabetes, Dauerstress, Vitaminmangel etc.), aber auch bei Patienten mit einer Lyme-Borreliose kann es leicht zu einer Hefepilzbesiedlung von Mund (= Mundsoor), Rachen, Speiseröhre und/oder Darm kommen. Gelblicher Zungenbelag, schlechter Atem und ein unangenehmer Geschmack im Mund, besonders nach Süßem, könnten Zeichen einer Pilzinfektion sein. Zur Therapie von Pilzinfektionen gibt es nützliche körpereigene Helfer, die Milchsäurebakterien. Milchsäurebakterien, Laktobazillen, konkurrieren mit Hefepilzen um die besten Plätze auf den Schleimhäuten. Es ist deshalb sinnvoll, täglich probiotischen Joghurt, Joghurt mit lebenden Milchsäure-bakterien (= Lactobacillus), zu essen. Diese Milchsäurebakterien sind auch in Kapselform (z.B. Hylac®) erhältlich und sollten 30 Minuten vor jeder Mahlzeit eingenommen werden. Nach dem Zähneputzen mit einer Extra-Zahnbürste auch Zunge und Gaumen abbürsten. Leicht verdauliche Kohlenhydrate sind ein idealer Nährboden für Hefepilze. Aus diesem Grund sind zuckerhaltige Lebensmittel, süßes Obst, gesüßte Fruchtsäfte und Weißmehlprodukte mindestens zwei Wochen lang zu meiden. Bei Befall des Darmes (Symptome: Blähungen nach Süßem, Sodbrennen oder Bauchschmerzen) muß diese Diät eventuell über Wochen fortgesetzt werden. Der Arzt kann auch ein Pilzmittel verordnen. Bei Nystatin® sollte man dem Pulver den Vorzug geben, da die Nystatin-Lösung® Zucker enthält. Das Nystatin-Pulver® wird mit Wasser angerührt, und mit dieser Lösung wird 4mal am Tag der Mund gespült und schließlich hinuntergeschluckt (nach jedem Essen und vor dem Schlafengehen). Bei hartnäckigem Pilzfall müssen Anti-Pilzmittel in Tablettenform gegeben werden, die im Darm in die Blutbahn aufgenommen werden (z.B. Diflucan®, Nizoral®). Andere pilztötende Medikamente neben Nystatin sind: Amphotericin B, Caprylsäure, GKE (Grapefruitkernextrakt), Alfa-FM u. a.. Zusätzlich sinnvoll ist eine Antipilzdiät, also vorwiegend basische Vollwertkost (ohne Zucker, Weißmehlprodukte, Alkohol, süßes Obst). Unterstützende Maßnahmen wie Entsäuerung/ Entschlackung/Entgiftung des Körpers (basische Vollwertkost, Colon-Hydro-Therapie, Basensalz, Basenbäder) und ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, (Zink, Selen, Vitamin-B-Komplex u. a.)