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Wasserstoffperoxid (H2O2) (auch Perhydrol oder Wasserstoffsuperoxid genannt) besteht aus Sauerstoff und Wasser. Es wurde erstmals 1818 von Louis Jacques Thénard künstlich hergestellt. Wissenschaftlich betrachtet handelt sich dabei um eine blassblaue, in verdünnter Form farblose, weitgehend stabile Flüssigverbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff. Es ist etwas viskoser als Wasser, eine schwache Säure und gegenüber den meisten Stoffen ein sehr starkes Oxidationsmittel. In hoher Konzentration (ab etwa 30%) hat es eine starke oxidative bzw. ätzende Wirkung und ist in der Lage körpereigene Eiweissstrukturen unwiderruflich zu zerstören. In der handelsüblichen Form als dreiprozentige Lösung wird es zur Desinfektion eingesetzt. Typische Einsatzsgebiete sind die Zahnmedizin, aber auch die Desinfektion von Kontaktlinsen oder der Einsatz in Gesichtscremes.
In der Zahnmedizin wird H2O2 zur lokalen Desinfektion des Zahngewebes und zur Blutstillung bei kleineren Eingriffen verwendet, aber auch zur Spülung und Reinigung von Wunden.
Wasserstoffperoxid neigt dazu, in Wasser und Sauerstoff zu zerfallen. |
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